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Texte zum nachdenken

Beziehungen:

Ich möchte

mich um Dich kümmern,

ohne Dich verändern zu wollen;

Dich lieben,

ohne Dich einzuengen;

Dich wertschätzen, ohne Dich zu bewerten;

Dich ernstnehmen,

ohne Dich auf etwas festzulegen;

zu Dir kommen,

ohne mich Dir aufzudrängen;

Dich einladen,

ohne Forderungen an Dich zu stellen;

Dir etwas schenken,

ohne Erwartungen daran zu knüpfen;

von Dir Abschied nehmen können, ohne wesentliches versäumt zu haben;

Dir meine Gefühle mitteilen,

ohne Dich für sie verantwortlich zu machen;

Dich informieren, ohne Dich zu belehren;

mich an Dir freuen, so wie Du bist.

Was ist ohne die Liebe?             

OHNE LIEBE IST DIE WELT EIN SARG,           

IN DEM DAS LEBEN FRÜHZEITIG AUFGEBAHRT LIEGT.           

PFLICHT ohne Liebe macht VERDRIESSLICH              

VERANTWORTUNG ohne Liebe macht RÜCKSICHTSLOS                  

GERECHTIGKEIT ohne Liebe macht KALT              

WAHRHEIT ohne Liebe macht KRITIKSÜCHTIG              

KLUGHEIT ohne Liebe macht INTRIGANT              

FREUNDLICHKEIT ohne Liebe macht HEUCHLERISCH                  

ORDNUNG ohne Liebe macht KLEINLICH              

SACHKENNTNIS ohne Liebe macht RECHTHABERISCH              

MACHT ohne Liebe macht GEWALTTÄTIG              

EHRE ohne Liebe macht HOCHMÜTIG              

BESITZ ohne Liebe macht GEIZIG              

GLAUBE ohne Liebe macht FANATISCH              

Wehe denen, die mit ihrer Liebe geizen.              

Sie sterben, bevor ihre Zeit um ist.              

LAOTSE      

Über Berührungen

Die Berührung ist die Wurzel.

Und so sollten wir auch mit ihr umgehen.

Wir müssen unsere Babys so nähren,

dass sie wirklich satt werden,

innen wie außen.

Wir müssen zu ihrer Haut sprechen

und zu ihrem Rücken,

denn diese dürsten

und schreien

genauso wie ihr Bauch.

Wir müssen sie mit Wärme und Zärtlickeit

genug und mehr als genug füttern.

Denn das brauchen sie ,

so sehr wie Milch.

Berührt, gestreichelt und massiert werden,

das ist Nahrung für das Kind.

Nahrung , die genauso wichtig ist

wie Mineralien, Vitamine und Proteine.

Nahrung, die Liebe ist.

     Frédérick Leboyer, Schöpfer der "sanften Geburt"

Die fünf Freiheiten

Virginia Satirs "Fünf Freiheiten" bringen zum Ausdruck, wie wir

unsere Ressourcen nutzen und wie wir kreativ wählen können:

                        

Die Freiheit zu sehen und zu hören, was ist,

statt zu sehen und zu hören, was sein sollte

oder einmal sein wird.

Die Freiheit zu sagen, was du fühlst und denkst,

statt zu sagen, was du darüber sagen solltest.

Die Freiheit zu fühlen, was du fühlst,

statt zu fühlen, was du fühlen solltest.

Die Freiheit, um das zu bitten, was du möchtest,

statt immer auf die Erlaubnis dazu zu warten.

Die Freiheit, um der eigenen Interessen willen Risiken einzugehen,

statt sich dafür zu entscheiden, "auf Nummer Sicher zu gehen"

und "das Boot nicht zum Kentern zu bringen".

Über das Glück

Glück findet, wer durch eine harte Schule geht. Er versteht, dass eine Not nicht unbedingt eine Not und eine Freude nicht unbedingt eine Freude ist. Ständig drehen sie sich im Kreis, laufen dem nach, was sie mögen, und laufen vor dem davon, was sie nicht mögen – dabei besteht das größte Glück darin, sich einfach auf alles einzulassen.

Sawaki Kodo, japanischer Zen-Meister

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.

Charles-Louis de Secondat Montesquieu, französischer Schriftst. und Philosoph, 1689-1755

Glück ist der Stuhl, der plötzlich dasteht, wenn Du Dich zwischen zwei andere setzen wolltest.

George Bernard Shaw

Ich bin mit meinem Leben glücklich, nicht so sehr mit mir selbst.

Michel Foucault, französischer Philosoph, 1926-1984

Wenn ich mit intellektuellen Freunden spreche, festigt sich in mir die Überzeugung, vollkommenes Glück sei ein unerreichbarer Wunschtraum. Spreche ich dagegen mit meinem Gärtner, bin ich vom Gegenteil überzeugt.

Bertrand Russell, englischer Philosoph, 1872-1970 

Alles ist gut. Alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles. Alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick.

 

Fjodor Michailowitsch Dostojewski, russischer Schriftsteller, 1821-1881

Über die Unzufriedenheit

Du bist nie zufrieden: Nicht einmal mir Dir selbst bist Du zufrieden, und deshalb tust Du Dein Bestes, um ein anderer zu werden. Aber genau das ist der Punkt, an dem Dein Irrtum anfängt: Du bist kein anderer als der, der in diesem Moment unzufrieden sein Leben mit sich selbst lebt. Keiner könnte das an Deiner Stelle für Dich sein. Und alles, was Du in diesem Moment denkst und tust, bist Du selbst, unersetzbar so, wie Du bist – das heißt, es gibt kein wahres, glückliches Selbst außer diesem unzufriedenen Selbst hier und jetzt.

Sawaki Kodo, japanischer Zen-Meister

Über die Besinnung – De Consideratione

(ein Text für Menschen, die dazu neigen, mehr für andere als für sich selbst da zu sein)

"Wie kannst Du aber voll und echt Mensch sein, wenn Du Dich selbst verloren hast? Auch Du bist ein Mensch. Damit Deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst Du also nicht nur für alle anderen, sondern auch für Dich selbst ein aufmerksames Herz haben. Denn was würde es Dir sonst nützen, wenn Du - nach dem Wort des Herrn - alle gewinnen, aber als einzigen Dich selbst verlieren würdest? Wenn also alle Menschen ein Recht auf Dich haben, dann sei auch Du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat. Warum solltest einzig Du selbst nichts von Dir haben? (...) Wie lange noch schenkst Du allen andern Deine Aufmerksamkeit, nur nicht Dir selbst? Du fühlst Dich Weisen und Narren verpflichtet und verkennst einzig Dir selbst gegenüber Deine Verpflichtung? Narr und Weiser, Knecht und Freier, Reicher und Armer, Mann und Frau, Greis und junger Mann, Kleriker und Laie, Gerechter und Gottloser - alle schöpfen aus Deinem Herzen wie aus einem öffentlichen Brunnen, und Du selbst stehst durstig abseits? Wenn schon der der Verdammnis verfällt, wer seinen Anteil schrumpfen lässt: Was geschieht erst mit dem, der ihn sich ganz aus den Händen nehmen lässt? Und bist Du nicht jedem fremd, wenn Du Dir selbst fremd bist? Ja, wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer; ich sage nicht: Tu das oft; aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.“

Bernhard von Clairvaux  (ca. 1090-1153)

Über Stärken und Schwächen

Lege die Vorzüge

Deiner Schwächen offen

bevor Du Dich

                                           hinter dem Stolz

                                           Deiner Stärken versteckst.

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